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Zirbe - der Baum der ewigen Jugend

Zirbe - der Baum der ewigen Jugend

Die Zirbe (auch Zirbelkiefer oder Arve genannt) beziehen wir aus unseren heimischen Wäldern.

Genauer gesagt: aus der oberen Baumgrenze in extremen Hochgebirgslagen, die im Fachjargon zu Recht als Kampfzone bezeichnet wird. Sie ist in etwa 2000 Metern Seehöhe anzutreffen – dort wo die Luft noch rein und frei von umweltschädlichen Einflüssen ist.

Dieser immergrüne Baum, der Wuchshöhen von 20 bis 30 Metern erreicht wagt sich in Bereiche vor, in denen andere Gehölze kaum mehr Überlebenschancen haben. Die Zirbe ist zäh, trotzt Wind und Wetter und ist bis –45° frosthart. Sie hat einen Stammdurchmesser von 1 – 1,7 Meter und erreicht ein Alter von etwa 400 Jahren, in Extremfällen können sie sogar bis zu tausend Jahre erreichen.

Die Zirbe ist ein so genannter Pionierbaum und erfüllt damit eine wichtige Schutzfunktion gegen Lawinen und Hangerosionen. Sie ist das erste Hindernis für Schnee- und Geröllmassen und schützt somit Wald und Tal vor Folgen extremer Witterungsbedingungen. 

Das Holz der Zirbe ist harzreich, weich, zäh und sehr dauerhaft. Es wird im Innenausbau für Täfelungen, als Möbelholz für Bauernküchen und Schlafzimmer, für Schindeln, für Schnitzarbeiten und natürlich für unsere Mühlen genutzt. In Holz, Harz und Nadeln ist das leicht flüchtige Pinosylvin (ätherisches Öl) in hoher Konzentration eingelagert. Es unterstützt Wohlbefinden und Gesundheit und trägt zum typischen Duft bei.

Die Erholungsqualität in Zirbenholznähe ist hervorragend, wie medizinische Untersuchungen ergaben. Zirbenholz bewirkt bei körperlichen und mentalen Belastungen niedrigere Herzfrequenzraten, in Ruhephasen wird der vegetative Erholungsprozess wesentlich beschleunigt. Wetterfühligkeit wird reduziert und der Kreislauf stabilisiert, die Atemwege werden frei und Kopfschmerzen werden gelindert.

Zirbenholz ist nicht nur mottenabweisend, sondern hat auch eine antibakterielle und antibakteriostatische Wirkung. D.h. es hemmt das Entstehen von Allergieauslösern und verbessert somit das Wohlbefinden von allergiegeplagten Menschen.

Ebenso nachweisbar ist die positive Auswirkung auf das Herz wenn man in einem Zirbenumfeld schläft: die durchschnittliche Arbeitsersparnis beträgt 3.500 Schläge pro Nacht beziehungsweise eine ganze Stunde Herzarbeit!